Veranstaltungen / Lesungen / Projekte

Sprichwörter Projekt

Ein Projekt zur interkulturellen Bildung in Schulen: „Andere Länder - andere Sprichwörter"

Das Deutsche Aphorismus-Archiv (DAphA) Hattingen e. V. hat zusammen mit dem Stadtmuseum Hattingen ein Projekt zur Förderung der sprachlichen und interkulturellen Bildung entwickelt. Dieses Projekt kann in Form einer Unterrichtsreihe an allen Schulformen durchgeführt werden. Ziel des Projekts ist es, über Sprichwörter mehr Verständnis für kulturelle und geschichtliche Zusammenhänge zu entwickeln und so mehr Verständnis gegenüber Andersartigem zu fördern.

Projektarbeit

Das Projekt in Form einer Unterrichtsreihe wendet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab Klasse 4. Das Anspruchsniveau der Unterrichtsreihe, die einen Umfang von mindestens 6 Unterrichtsstunden hat, wird auf die jeweilige Altersstufe und Lerngruppe abgestimmt. Im Rahmen der Reihe werden auch Beispiele für bildhafte und sprachgebundene Eigenheiten vorgestellt. Empfohlen wird die Mitwirkung von Menschen aus anderen Ländern oder Erdteilen. Da Sprichwörter oft bildhaft sind und es Spaß macht, sie mit Stift und Pinsel ins Bild zu setzen, ist es sinnvoll, eine Doppelstunde mit einem Zeichner bzw. einer Zeichnerin für das bildliche Umsetzen der Texte mit einzuplanen.


Weitere Informationen
Link: http://www.kulturellebildung-nrw.de/cms/front_content.php?idcat=126&idart=1292

Von der Liebe und anderen Liebhabereien.

03.09.08
Aphorismen und Lieder
Gemeinsame Veranstaltung mit Jochen Jasnert, Musiker.
Kultursalon Korschenbroich.

Von der Liebe und anderen Liebhabereien…

Auf der Suche nach der Liebe und ihren Erscheinungsformen in der Welt der Sinnsprüche und Aphorismen

Diese aphoristische Lesung - nicht nur zum Valentinstag - wird präsentiert vom Düsseldorfer Autor / Aphoristiker Jürgen Wilbert. Er präsentiert eine humorvolle und zugleich tiefsinnige Blütenlese rund um die existenziellen Fragen der Menschheit von der ersten zärtlichen Wahrnehmung des anderen bis zur Beziehungsarbeit im Krisenfall. Der Bogen der Denk-Anstößigkeiten reicht mit anderen Worten von der Liebessehnsucht über das Liebesglück bis zum Liebesleid.

Sie erhalten aphoristisch-denk-würdige Antworten auf Fragen wie: Liebe - was ist das eigentlich? Welche Prozesse kommen in Gang, wenn die Chemie stimmt? Passen Frauen und Männer überhaupt zueinander? Was wird in der Ehe überhaupt geschlossen? Wie dehnbar sind eigentlich Liebesbande?

Den Denkern und Literaten der vergangenen Jahrhunderte wie der Gegenwart sind dazu glänzende "Gedankensplitter" eingefallen. Beispiele gefällig? "Die Liebe ist eine besonders hübsche Form von Gewaltverzicht." (Wolfram Weidner) Und zum Glück in der Liebe meint Henry Mencken: "Das größte Glück in der Liebe ist, dass sie ein anderer geheiratet hat…" Nach Woody Allen ist "die Ehe der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte…"

Diese Veranstaltung ist durchaus geeignet, Ihren Blick für Stolpersteine auf dem Weg zum Liebesglück zu schärfen und damit möglicherweise ihr zukünftiges Lebensglück zu mehren…

Für dass passende musikalische Begleitprogramm sorgt der Gitarrist und Sänger Jochen Jasner mit spanischen und lateinamerikanischen Liedern und Instrumentalstücken.

Der Mensch im Spiegel französischer und spanischer Aphoristiker

11.06.2008
- ein amüsanter Abend im Café am Stadtmuseum -

"Falsche Bescheidenheit ist die schlimmste aller Lügen." (Chamfort) Wer geistreiche und zugleich wortwitzige Weisheiten über die Licht- und Schattenseiten der menschlichen Existenz zu schätzen weiß, der schätzt auch Schriftsteller vergangener Jahrhunderte wie La Rochefoucauld, La Bruyere, Chamfort und Balthasar Gracian.

An diesem Abend - zur Einstimmung auf die 3. Aphoristikertage in Hattingen im Novem-ber 2008 - kommen die namhaftesten Vertreter der kürzesten literarischen Gattung in Frankreich und Spanien mit einer Auswahl ihrer treffsicheren Geistesblitze über Menschliches und Allzumenschliches zu Wort.

"So viele klagen über ihr Gedächtnis und sollten lieber über ihren Verstand klagen." (La Rochefoucauld)

Neben ausgewählten französischen Moralisten des 18. Jahrhunderts wird auch der spanische Großmeister des Aphorismus, der Moralphilosoph und Schriftsteller Baltasar Gracian (1601 - 1658) mit seinem weltberühmten Brevier der Weltklugheit, dem "Handorakel", vorgestellt. Aus dem spanischen Sprach- und Kulturraum kommen außerdem Ramon Gomez de la Serna, Gomez Davila und Antonio Porchia zu Wort.

"Bald kommt der Moment, in dem beim Denken nur seine Funktionsweise fasziniert." (Davila)

Für das passende musikalische Begleitprogramm sorgt der Gitarrist und Sänger Jochen Jasner mit spanischen und lateinamerikanischen Liedern und Instrumentalstücken.

Der Förderverein des deutschen Aphorismus-Archivs und das Stadtmuseum Hattingen laden ein.

Dr. Jürgen Wilbert / Jochen Jasner (Gitarre, Gesang)

"Kurz und bündig, aber nicht klipp und klar."
(Gerhard Uhlenbruck)

Workshop zur Einführung in aphoristisches Schreiben

Sie mögen geistreiche und humorvolle Sätze und pointierte Formulierungen? Sie haben Spaß an Wortspiel und wollen Ihre mündliche wie schriftliche Ausdrucksweise verbessern?

Und möchten - auf jeden Fall - mehr über die literarische Gattung der Aphorismen wissen?

Genau auf diese Fragen und Interessen wird dieses Wochenendseminar eingehen. Nach einem Streifzug durch die Welt der Aphorismen, mit einer exemplarischen Erläuterung der rhetorischen Stilmittel und Techniken, werden wir uns in eigener Textproduktion an verschiedenen Verfahren erproben. Dazu zählt unter anderem die Abwandlung von Redewendungen, Sprichwörtern und Sentenzen.

Ziel dieses Workshops ist es, die kleine Literaturgattung des Aphorismus in seinen Formgesetzen und Leistungsmöglichkeiten vorzustellen und auch generell das eigene Schreiben im Hinblick auf gedankliche und sprachlich-stilistische Pointierung zu verbessern. Falls vorhanden, bitte eigene Kurztexte mitbringen.

"Vom Sprichwort zum Aphorismus"

Zur interkulturellen Bildungsarbeit mit Schülern/Schülerinnen

Angestoßen durch das 1. Aphoristikertreffen im November 2004 fanden neben Autorenlesungen an Schulen parallel zum Treffen auch diverse Aphorismen-Seminare / Workshops unter der Leitung von Dr. F. Spicker und Dr. J. Wilbert (beide im Vorstand des DAphA Hattingen) für unterschiedliche Zielgruppen statt. Dazu zählen u.a. Seminare zur literarischen Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Unna sowie Workshops unter dem Titel "Starke Sprüche" in Kooperation mit verschiedenen weiterführenden Schulen in Hattingen.

In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Holthausen wurden im Vorfeld des ersten Aphoristikertreffens Schüler/innen eines Literaturkurses der 12. Jahrgangsstufe anhand konkreter Textbeispiele in die literarische Gattung des APHORISMUS eingeführt, dabei sind auch rhetorische Stilmittel wie Paradoxie, Verknappung, Übertreibung, Überraschung (Pointe) erläutert worden. Zur Schärfung des sprachlichen Bewusstseins und zur Förderung des kreativen Umgangs mit Sprache wurden auch praktische Übungen zur eigenen Textproduktion durchgeführt. Als Einstieg dazu hat sich die gezielte Abwandlung, Zuspitzung von Sprichwörtern bewährt. Eine ausführliche Darstellung dieses Schul-Projekts findet sich als Schülerbericht in "Gedankenflug", hrsg. von P, Kamburg und J. Wilbert, Essen 205, S.95-98.

In interkultureller Akzentuierung und Vertiefung eines solchen Workshops sind seit 2006 auch Seminare/Unterrichtsreihen zum Thema "Vom Sprichwort zum Aphorismus" bzw. "Andere Länder - andere Sprichwörter" durchgeführt worden. Zu den Adressaten zählten z.B. Erzieherinnen (im Rahmen einer sprachlichen Weiterqualifizierung durch das Berufskolleg Hattingen), Studierende am Lehrstuhl Turkistik (Prof. Emel Huber) der Universität Duisburg/Essen sowie eine 9. Klasse des Gymnasiums Waldstraße. In den Workshops kommen die sprachlichen/kulturellen Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zur Sprache, denn in Sprichwörtern, Redewendungen spiegelt sich das überlieferte kollektive Wissen einer Nation/eines Kulturraums wider. Anhand ausgewählter Spruchweisheiten und sog. Geflügelter Worte können sich die Schüler/innen bzw. Studierenden mit Vorstellungen/Gedanken/Vor-Urteilen des deutschen und z.B. des türkischen oder russischen Sprachraums auseinander setzen.

Ein Kernziel dieser thematisch ausgerichteten Seminare ist es, über die jeweiligen Sprichwörter, Sinnsprüche wechselseitig mehr Verständnis für kulturelle Zusammenhänge bzw. bild- und sprachgebundene Eigenheiten zu entwickeln und dadurch mehr Toleranz gegenüber Andersartigem zu fördern. Als besonders fruchtbar erwies sich, wenn Angehörige anderer Länder selber (wie z.B. eine Chinesin oder ein Sänger aus Togo) ihre speziellen Spruchweisheiten "mitbringen" und vor ihrem Erfahrungshintergrund erläutern. Beim kritischen Hinterfragen allgemein verbreiteter, sozusagen "landläufiger" Meinungen und Erfahrungsschätze sind dann in der Phase der kreativen Textproduktion auch eigene ausdrucksstarke starke Sprüche und aphoristische Denkanstöße entstanden, die sich auf die aktuelle Lebenswelt der Jugendlichen beziehen.

Um die sprichwörtlichen Inhalte auch in eine passende, animierende Bildsprache, z.B. in Illustrationen, Karikaturen o.ä. umzusetzen, kommt in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum ein gestalterisch-kreativer Methodenansatz zum Zuge.

"Vom ungesunden Menschenverstand"

Stolpersteine für Herz und Hirn
EINLADUNG

ZU EINER APHORISTISCHEN LESUNG RUND UM DIE GESUNDHEIT
Dr. Jürgen Wilbert, Aphoristiker

Schon Voltaire (1694-1778) meinte: "In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen Hälfte opfern wir das Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen." Und was meint der Immunmediziner und Aphoristiker Professor Gerhard Uhlenbruck aus heutiger Sicht dazu? "Unser Prestigedenken geht heute so weit, dass wir auch in einem guten Gesundheitszustand sterben wollen."

Bei diesem Streifzug durch die Welt der Aphorismen erwartet Sie ein bunter Strauß schlagkräftiger, geistreicher wie humorvoller Sinn- und Unsinnsprüche rund um die Gesundheit. Ärzte, Patienten, herkömmliche wie alternative Medizin werden gleichermaßen unter die Lupe und/oder auf den Arm genommen.

Vom Sehen und Gesehenwerden

06.04.08
Ein denkwürdiger wie humorvoller Streifzug durch die Welt der Spruchweisheiten und Gedankensplitter rund um das Thema der menschlichen Optik - mit und ohne rosa Brille.

Nach der Devise: Gedankensplitter können auch ins Auge gehen…

Das Wortprogramm wird begleitet von spanischen und lateinamerikanischen Liedern und Instrumentalstücken.

Jürgen Wilbert, Autor und Aphoristiker, & Jochen Jasner, Sänger und Gitarrist, beide aus Düsseldorf

Hier einige Textbeispiele:
  • "Brille: Sieg der Neugier über die Eitelkeit."
    R. Lembke
  • "Augenblick: der kürzeste Abstand zwischen zwei Menschen."
    H. Olaerts
  • "Augen sind für viele ein Vergrößerungsglas für fremde Fehler."
    Z. Petan
  • "Es gibt Zeitgenossen, die gehen einem schon beim ersten Blick auf den Sehnerv."
    J. Wilbert
  • "Der Blauäugige sieht die Welt durch die rosa Brille."
    G. Uhlenbruck

Wilhelm Busch (1832-1908): Maler, Zeichner und Dichter

03.03.08

Im Jahr 2008, genau am 9. Januar, begehen wir Wilhelm Buschs 100. Todestag. Mit seinen Bildergeschichten (u.a. "Max und Moritz", "Die fromme Helene", "Hans Huckebein") ist seit einigen Generationen bei Alt und Jung bekannt wie kaum ein anderer Humorist. Immer wieder verblüffend und wirkungsvoll ist seine ausgefeilte Charakterisierungskunst. Sie wird zur bissigen Satire, wenn es darum geht, Selbstgerechtigkeit und Scheinmoral zu entlarven. Weniger bekannt sind seine Ölbilder, Landschaftszeichnungen, seine Prosastücke und aphoristische Gedankenlyrik, z.B. "Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie."

Im Seminar wollen wir uns mit den Buschs unterschiedlichen, eben auch den weniger bekannten Seiten seines Werkes auseinander setzen. Dazu dienen uns diverse Text- und Bildmaterialien. Am Nachmittag werden wir uns gemeinsam einige Zeichentrickfilme zu Geschichten Buschs anschauen und besprechen. Der engl. Regisseur John Hals hat einige der Figuren Wilhelm Buschs in Trickfilmformat zu neuem Leben erweckt. Die Bildgeschichten werden in hervorragender Manier von Theo Lingen erzählt. Das Tagesseminar wir aufgelockert durch Bewegungsübungen unter der Leitung von Rosemarie Lingemann.

Genuss-Programm - rund um den Menschen

"Wer nicht genießt ist ungenießbar"
Genußprogramm mit Musiker Anselm Vogt.
Themenbereiche:
  1. Grundsätzliches zum Genießen;
  2. Essen & Trinken;
  3. Lebens- und Liebenswertes
(M.a.W. Das Leben liebenm heißt auch die Liebe leben.)

Anselm Vogt sorgt für die Musik und die Parodien, ich für die aphoristischen Zwischentöne, mal tiefsinnig - mal hochhumorig, auf jeden Fall wortwitzig.

1. Abteilung: Grundsätzliches zum Genießen
Wie gut Aphorismen zu diesem Thema passen, zeigen diese Definitionen: Aphorismus= Kopfkonfekt (Rupert Schützbach) Aphorismen sind gesalzene und ungezuckerte Mandeln beim Festmahl der Vernunft. (Logan P. Smith); Auf jeden Fall gilt nach wie vor: In der Kürze liegt Würze. Doch "die Würze des Aphorismus ist vielen ein Ärgernis." (Franz Slovencik) Viele glauben: ein guter Aphorismus solle auf der Zunge zergehen wie eine schmackhaftes Praline - genießen und weg ist sie! So nach üblicher Auffassung, doch weit gefehlt. Meinte schon Robert Musil. Manche geben ihr Gift erst nach längerer Wirkungszeit ab…

Apropos Zeit: Jean Paul riet seinerzeit schon: "Man sollte nicht Zeitvertreib sondern Zeitgenuss sagen."

Bereits Seneca wusste: "Genieße das Leben! Im schnellen Lauf flieht es dahin." Leichter gesagt als getan. Der Genussexperte Gero von Randow nennt Genuss "die wirkungsvollste Art, für einen Moment die Vergänglichkeit zu unterbrechen."

"Genieße und lasse genießen ohne dich und irgend jemand sonst zu schädigen; das ist - meint der franz. Moralist Nicolas Chamfort - die ganze Moral."

"Genuss ist nur ein Tropfen im Cocktail des Glücks, doch welche Würze verleiht er!" begeistert sich Albert Memmi, zumal nach Oscar Wilde nicht so schnell altert wie Glück, deshalb nennt er Vergnügen das einzige, wofür man leben sollte. Doch tragisch ist nur, dass diejenigen, die dem Genuss nachlaufen, ihn am wenigsten erreichen. Für Cicero besteht daher eine angenehme Lebensweise im Verlangen, nicht in der Sattheit.

"Die meisten laufen so sehr dem Genuss nach, dass sie an ihm vorbeilaufen." (Kierkegaard)

Im Talmud steht diese Weisheit: "Der Mensch wird dereinst darüber zur Rechenschaft gezogen werden, dass er erlaubten Genüssen, die er sich hätte leisten können, entsagte."

Genuss ist in jedem Falle auch eine Frage der Phantasie (nach Werner Mitsch), und wer die beste Phantasie hat, hat laut Fontane auch den größten Genuss. Das gilt im übrige auch für Aphorismengenießer, denn diese Hirnbonbons schmecken nur den Phantasiebegabten.

Stichwort Überfluss: Wer zuviel genießt, wird geschmacklos. (Uhlenbruck) Und was in aller Munde ist, ist abgeschmackt. (JW)

Man muss halt auch mal entsagen können, denn wer lt. Robert Walser nicht entsagen kann, kommt auch zu keinem tieferen Genuss.

Bevor wir in der nächsten Rubrik konkreter werden: es geht ums Essen und ums Trinken; noch eine prinzipielle Aussage von Albert Memmi aus "Anleitungen zum Glücklichsein": "Wir haben den Genuss nicht erfunden; er ist ein Köder, eine Falle, eine Belohnung der Natur. Er steigert die Leistungsfähigkeit unserer Sinne. Das köstliche Brennen von Peperoni und Piment regt zum Essen und Trinken an. Die Schönheit der Gesichter und Körper animiert zur Erhaltung der Art." Dazu auch später mehr. Unter Lebens- und Liebenswertes.

Auf alle Fälle trifft Boccaccios Einsicht zu: Für viel kommt diese Einsicht allerdings zu spät: "Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass, man nichts genossen hat."

"Die Weisheit der Welt in kurzen Sätzen"

21.05.07
Tageseminar für Frauen und Männer ab Mitte 50
"Sprachkürze gibt Denkweite." Jean Paul

In diesem Seminar werden wir uns mit den traditionsreichen, geistvollen und immer wieder gültigen Sinnsprüchen / Aphorismen beschäftigen. Nach einem Streifzug durch die Geschichte dieser literarischen Kurzform von der Antike bis in die Gegenwart setzen wir uns anhand vieler Beispiele mit den Stilmitteln dieser treffsicheren und wortwitzigen Sätze auseinander. Bringen Sie Ihre Lieblingsaphorismen oder Lebensweisheiten für den gemeinsamen Gedankenaustausch mit. Das Tagesseminar wird wie gewohnt aufgelockert durch gesellige Bewegungsangebote. Die Teilnehmer/innen werden mit einem Sonderbus aus den einzelnen Stadtteilen abgeholt und zum Tagungsort hin- und zurückgefahren. Das ausführliche Seminarprogramm ist ca. 4 Wochen vor her in der vhs erhältlich und wird auf Wunsch zugeschickt.

Rosemarie Lingemann / Dr. Jürgen Wilbert

Louis Armstrong trifft Mark Twain

23.03.07
ZWISCHENTÖNE im Museumscafé

Wort und Musik begegnen sich in den ZWISCHENTÖNEN. Das skurrile Duo mit Anselm Vogt und Jost Edelhoff interpretiert die Musik von Louis Armstrong in neuem Gewand. Stets mit sehr viel Swing, aber offen für Unerwartetes. Bebop-Linien verschmelzen mit stimmlichen Improvisationen im Stile Satchmos. Das Duo folgt dem Credo Satchmos, dass sich musikalische Qualität und Entertainment nicht ausschließen. Die Reibeisenstimme von Anselm Vogt alias Satchmo tritt in einen spannenden Dialog mit der Gitarre von Jost Edelhoff, der neben mitreißenden Swingeinlagen auch das breite Spektrum subtiler moderner Gitarrenkunst entfaltet.

Die literarischen ZWISCHENTÖNE liefert der Dritte im Bunde, Jürgen Wilbert, selbst Aphoristiker. Er trägt anglo-amerikanische Aphorismen vor und das in seinem ganz persönlichen Stil. Dabei sind auch die pointierten Sätze von Mark Twain. "Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches", findet der amerikanische Autor und philosophiert weiter: "Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann." Auch Oskar Wilde wird mit einigen seiner Sentenzen nicht fehlen. "Erfahrung ist der Name, den die Männer ihren Irrtürmern geben." Ein Abend im Café des Stadtmuseums Hattingen mit ungewöhnlichen Tönen gewürzt mit einer Prise Wortwitz.